Tu se Bietsch: Mit dem Baby-Benz in den Urlaub

Ihr habt es mitbekommen: Das dicke T ist unpässlich. Kurz vor dem Urlaub kommt so ein Kabelbrand denkbar schlecht. Um so besser, wenn der eigene Fuhrpark passenden Ersatz hergibt. Allerdings ist so ein 190er in Sachen Ladekapazität auch deutlich limitierter. Egal, zwei Personen nebst Hund packt der auch.

Könnte so auch in den frühen Neunzigern aufgenommen worden sein: Baby-Benz vor niederländischem Ferienhaus.
Könnte so auch in den frühen Neunzigern aufgenommen worden sein: Baby-Benz vor niederländischem Ferienhaus.

Und auch, wenn ich mich sehr über die kurzfristige „Betriebsstörung“ meines geliebten Dieselschiffs geärgert habe, war die Gelegenheit doch günstig, den „Kleinen“ mal auf Langstrecke zu testen. Ich habe ihn erst seit Juni (seit September ist er zugelassen), und ich wurde mitunter das Gefühl nicht los, mindestens ein Drittel seiner 122 PS sind für einen spürbaren Leistungsnachweis schlicht zu faul. Kein Wunder, in den letzten drei Jahren wurde er vom Erstbesitzer (!) kaum gefahren.

Nun, nach knapp 350 Kilometern kann ich sagen: Die Pferdchen sind da! Auch der etwas unruhige Leerlauf glänzt inzwischen durch völlige Abwesenheit. Insgesamt ist so ein Baby-Benz – zumal mit Automatik – ein ebenso entspanntes, leises und sehr komfortables Reiseauto wie seine größeren Brüder.

Netter Nebeneffekt: Die Niederländer mögen Youngtimer. Überall, wo wir mit unserem 190er auftauchen, empfangen uns freundliche Gesichter. Seine bonbonfarbene Lackierung in 888 – Beryllmetallic tut ihr übriges dazu….

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